Uraufführung
 Frühjahr 2011. Kino Trafo, Baden.
Lübeck, 16. Dezember 2009

Freunde,

dass das klar ist: Ich vermisse Euch! Und wie. Ich könnte heulen.

Ich vermisse Ursens liebevoll unschuldige Bosheit (und seine Genialität, soviel Schleimscheißerei sei mir gestattet), Jasmins Machbarkeitsutopien und atemberaubende Begabung für Wasweissichnichtalles (und ihren Knackarsch; ich weiß, wovon ich rede, ich hab' sie unterrichtet!), Marcusens realitätschneidenden Sezessionsblick (und die schwulen Mädchenhändchen, in die Nieren gestemmt, wenn er guckt, warum Gott zu blöd ist, vernünftig Licht zu machen, die Sechstagewoche ist keine Ausrede).

Ich vermisse die Gesellschaft aller, die Eier genug haben, Komplizen zu sein.

Ich liebe Euch.
Jörg-Heinrich Benthien.

*

Es ist einfach eine Freude, wenn einer etwas zu sagen hat, der Filme dreht...
Pascal Ulli.

Zürich, 22. Oktober 2010

Lieber Urs,

gestern habe ich an der Universität Zürich (Filmwissenschaft) gelernt, dass es absolut verboten ist, in einem Spielfilm die Kamera in Szene zu setzen. Der Kameramann darf keine Spuren seiner selbst und/oder seiner Apparatur hinterlassen. Ebenso verboten ist das direkte Sprechen in die Kamera, da dies dem Zuschauer verrät, das dort eine Kamera steht.

Ich hoffe, es geht euch gut. Tenez-moi au courant!
Nina Gämperle.